Allgemeines zu Sommer- und Winterreifen

Jetzt wird es ernst! Das ist eine Problematik, die von vielen Kraftfahrern unterschätzt wird. In Deutschland müssen Reifenprofile im mittleren Bereich der Lauffläche mindestens 1,6 mm betragen. Wird man mit einem geringeren Profil erwischt, kann es teuer werden. Bei Verkehrsunfällen aufgrund mangelhafter Reifen kann die Haftpflichtversicherung gegenüber dem Unfallverursacher Regressansprüche geltend machen.

Die Vollkasko-Versicherung könnte die Übernahme der Schadenskosten ebenfalls verweigern. Seit Mai 2006 ist es in Deutschland vorgeschrieben, mit einer Bereifung unterwegs zu sein, die den jeweiligen Witterungsverhältnissen entspricht. Da spielen Feuchtigkeit bzw. Neuschnee eine Rolle. Sommerreifen sind für Neuschnee dann mit Sicherheit nicht mehr geeignet.

Gegen Glatteis helfen Winterreifen allerdings auch nicht. Sommerreifen bestehen aus einer Gummimischung, die selbst bei hohen Fahrbahntemperaturen nicht zu weich sind. Sie ermöglichen eine höhere Fahrgeschwindigkeit und nutzen sich meistens wenig ab. Und dann kann es aber so ab Ende Oktober ernst werden, wenn erste Schneefälle auftreten könnten.

Spätestens dann sollte man auf Winterreifen umsteigen. Die Wetterberichte in den öffentlichen Medien und auch im Internet sind heute bis auf 5 Tage im Voraus recht zuverlässig. Es kann also keiner behaupten, dass er nicht gewusst haben würde, wie sich das Wetter entwickeln wird. Winterreifen verfügen über Lamellen, die eine Verzahnung mit dem neu gefallenen Schnee ermöglichen.

Man sollte sich allerdings alle vier bis sechs Jahre neue Winterreifen zulegen, weil dann die Hafteigenschaften der Winterreifen abnehmen.