Motortuning / Chiptuning

Motortuning diente immer dem Ziel, die Leistung des Automotors zu erhöhen. „Tuning“ steht dabei für Feinabstimmung. Dieser Volkssport wurde in den 1970er Jahren zu einer wahren Manie. Jeder werkelte für sich in der eigenen Garage herum. Dann entdeckten Autohersteller, dass auch sie mit Motortuning Geld verdienen könnten. Mercedes kaufte die Firma AMG auf, die Automotoren gebaut hatte.

Welche Methoden wendet man nun an, um die Leistungsfähigkeit der Motoren zu erhöhen? Einmal geht es um die Erhöhung des Mitteldrucks. Das ist der über alle Arbeitstakte hinweg gemittelte Zylinderdruck. Es geht dabei darum, den Verbrennungsdruck zu steigern. Druckverluste durch Ansaugen und Ausschieben der Verbrennungsgase sollen reduziert werden. Auch die Erhöhung der Drehzahl trägt zu einer Leistungssteigerung bei. Sie wird von der Kolbengeschwindigkeit bestimmt.

Zum Anfahren benötigen die Motoren geringe Drehzahlen, aber ein großes Drehmoment. Die Erhöhung der Drehzahl sollte immer mit einer Erhöhung des Hubvolumens oder der des Mitteldrucks kombiniert werden. Beide Methoden führen somit zu einer Erhöhung des Drehmoments. In modernen Fahrzeugen werden die elektronischen Systeme immer komplizierter.

Damit werden die Autos auch immer anfälliger gegen Störungen. Als Laie kann man da nicht viel tun, man ist auf die Werkstätten angewiesen, weil nur diese über die notwendige Software zur Schadensuche verfügen. Mittels des „Chiptunings“ kann man die Leistung der Einspritzpumpe um bis zu 30 % erhöhen.